Pre-Money vs. Post-Money — die Bewertung, über die jeder spricht

Pre-Money und Post-Money klingen ähnlich, machen aber bei der Verteilung der Anteile einen entscheidenden Unterschied. Wer hier nicht aufpasst, gibt Prozente ab, die er nicht abgeben wollte.

Die Definition

Pre-Money: Bewertung des Unternehmens VOR der Investition.

Post-Money: Bewertung des Unternehmens NACH der Investition (= Pre-Money + Investitionssumme).

Beispiel: Pre-Money 8 Mio. €, Investition 2 Mio. €. Post-Money = 10 Mio. €. Investor-Anteil = 2 / 10 = 20 %.

Warum die Unterscheidung kritisch ist

Verhandlungs-Falle: Wenn ein Investor sagt „Bewertung 10 Mio. €, ich investiere 2 Mio.", musst du nachfragen, ob die 10 Mio. Pre- oder Post-Money sind.

Die Differenz: 3,33 % der Anteile. Bei einem späteren 50-Mio-Exit sind das 1,67 Mio. €.

Was üblich ist

In den USA wird Bewertung typischerweise als Post-Money kommuniziert. In DACH wechselnd — oft Pre-Money. Bei jeder Verhandlung explizit klären.

Eine zweite Falle: Option-Pool-Shuffle. Investoren verlangen oft einen ungenutzten Option-Pool (10–15 %) im Pre-Money-Stand — das verwässert nur die Gründer, nicht die Investoren. Aufpassen.

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