Liquiditätsplanung im Handwerk — projektbasiert und pragmatisch
Handwerksbetriebe haben spezifische Liquiditätsmuster — Projektgeschäft, Materialvorfinanzierung, Saisonalität. Standard-Tools bilden das oft schlecht ab. Hier ist der pragmatische Weg.
Die typischen Liquiditätsmuster im Handwerk
- Materialvorfinanzierung — Material wird vor Auftragsbeginn gekauft, Geld kommt mit der Schlussrechnung.
- Personalkosten laufen monatlich — egal ob Aufträge vorliegen oder nicht.
- Saisonalität: Bauhandwerk schwach im Winter, Garten- und Landschaftsbau stark im Frühjahr.
- Schlussrechnungs-Konzentration: Großer Cash-Eingang bei Abnahme, dazwischen oft Engpässe.
- Forderungsausfälle bei Privatkunden und kleinen Bauträgern als latentes Risiko.
Ein pragmatischer Plan
Drei Komponenten:
- Projekt-Plan: Pro laufendem Projekt erwartete Geldein- und -ausgänge mit Wochen-Timing.
- Fixkosten-Plan: Personal, Werkstattmiete, Fahrzeuge, Versicherungen — monatlich.
- Akquise-Pipeline: Welche Projekte sind beauftragt, welche in Verhandlung, welche möglich?
Wöchentliche Aktualisierung. Horizont: 13 Wochen.
Was im Handwerk besonders wichtig ist
- Abschlagsrechnungen konsequent stellen — nicht erst bei Schlussrechnung Geld sehen.
- Skonti bei Material immer prüfen — oft besser als Kredit.
- Saisonpuffer aufbauen — im starken Quartal Reserve für das schwache Quartal sammeln.
- Bonitätsprüfung neuer Kunden — gerade bei größeren Privatprojekten.
Annahmen und Szenarien prüfen
SolvGuard unterstützt dabei, Base-, Best- und Worst-Case-Annahmen strukturiert zu vergleichen und ihre Wirkung auf Liquidität, Cashflow und operatives Ergebnis modellhaft zu prüfen. Es liefert keine Prognosegarantie, hilft aber, offene Annahmen, Risiken und nächste Prüfentscheidungen sichtbarer zu machen.
SolvGuard ansehen →