Auftragsplanung im Handwerk — Auslastung und Liquidität verbinden

Eine gute Auftragsplanung beantwortet drei Fragen gleichzeitig: Sind die Mitarbeiter ausgelastet, kommt genug Geld rein, bleibt Spielraum für neue Aufträge?

Die drei Sichten auf den Auftragsbestand

Wer nur Auslastung steuert, kann sich mit margenschwachen Aufträgen volle Bücher und leeres Konto schaffen.

Pipeline strukturieren

Klassische Stufen:

  1. Anfrage erhalten
  2. Angebot abgegeben
  3. Auftrag beauftragt (LOI / Vertrag)
  4. Auftrag in Ausführung
  5. Schlussrechnung gestellt
  6. Zahlung eingegangen

Pro Stufe eine Wahrscheinlichkeit für die Auslastungsplanung: Anfragen vielleicht 20 %, Angebote 50 %, beauftragte Projekte 95 %. Diese gewichtete Pipeline ist die ehrliche Auslastungssicht.

Wann neuen Auftrag annehmen?

Drei Fragen:

  1. Sind genug Kapazitäten frei (oder kurzfristig aufstockbar)?
  2. Trägt der Auftrag genug Marge — oder lockt nur die Auslastung?
  3. Passt der Cashflow-Zeitplan zum aktuellen Liquiditätsbedarf?

Drei Mal Ja = annehmen. Bei Nein bei Frage 2 ist Vorsicht geboten — Auslastung ohne Marge zerstört langfristig den Betrieb.

Annahmen und Szenarien prüfen

SolvGuard unterstützt dabei, Base-, Best- und Worst-Case-Annahmen strukturiert zu vergleichen und ihre Wirkung auf Liquidität, Cashflow und operatives Ergebnis modellhaft zu prüfen. Es liefert keine Prognosegarantie, hilft aber, offene Annahmen, Risiken und nächste Prüfentscheidungen sichtbarer zu machen.

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