ESG-Kennzahlen für KMU — pragmatisch starten
ESG (Environmental, Social, Governance) ist im KMU oft als Konzernthema abgetan worden — das ändert sich gerade. Diese Kennzahlen sind ein pragmatischer Start.
Environmental (E) — die wichtigsten
- CO2-Emissionen Scope 1: Direkte Emissionen (Heizung, Fuhrpark).
- CO2-Emissionen Scope 2: Eingekaufter Strom, Fernwärme.
- Energieverbrauch in kWh, gesplittet nach Quellen.
- Wasserverbrauch in m³.
- Abfallmenge in Tonnen, Recyclingquote.
- Anteil erneuerbarer Energien.
Social (S) — die wichtigsten
- Mitarbeiter-Fluktuationsrate.
- Geschlechter- und Altersverteilung, auch in Führungspositionen.
- Weiterbildungs-Tage pro Mitarbeiter.
- Unfallquote und Arbeitsausfall-Tage.
- Mitarbeiter-Zufriedenheit (z. B. eNPS).
- Vergütungs-Spread Geschäftsleitung zu Median.
Governance (G) — die wichtigsten
- Compliance-Vorfälle und ihre Aufarbeitung.
- Transparenz in Entscheidungsprozessen.
- Diversität im Aufsichtsorgan / Beirat.
- Datenschutzvorfälle.
- Anti-Korruptions-Trainings und Maßnahmen.
- Lieferanten-Compliance (Mindestlohn, soziale Standards).
Wie pragmatisch starten
- 3–5 Kennzahlen pro Dimension wählen, die du heute schon messen kannst.
- Datenerfassung in bestehende Systeme integrieren.
- Erstmal interne Berichterstattung — externe folgt mit CSRD-Pflicht.
- Trends über mindestens 3 Jahre aufbauen — eine einzige Zahl sagt wenig.
- Vergleichswerte aus der Branche einbeziehen, sobald verfügbar.
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