Teilkostenrechnung vs. Vollkostenrechnung — wann welche?
Vollkostenrechnung verteilt alle Kosten — Teilkostenrechnung nur die variablen. Beides hat seinen Zweck. Wer beide kennt und richtig einsetzt, trifft bessere Entscheidungen.
Vollkostenrechnung
Alle Kosten — variabel und fix — werden auf Produkte oder Aufträge verteilt. Vorteil: Vollkosten pro Produkt sichtbar, langfristige Preisuntergrenzen klar. Nachteil: Pauschal-Verteilung fixer Kosten führt zu Pseudo-Genauigkeit, wenn Mengen schwanken.
Teilkostenrechnung
Nur variable Kosten werden Produkten zugeordnet — Fixkosten bleiben als Block. Vorteil: Kurzfristige Entscheidungen (Annahme/Ablehnung von Aufträgen, Preisuntergrenzen) werden ehrlicher. Nachteil: Vollkosten pro Produkt nicht direkt ersichtlich.
Welche wofür?
| Entscheidung | Welche Rechnung? |
|---|---|
| Langfristige Preisuntergrenze | Vollkosten |
| Kurzfristige Auftragsannahme | Teilkosten (variable Kosten als Untergrenze) |
| Sortimentsbereinigung | Teilkosten (Deckungsbeitrag pro Produkt) |
| Make-or-Buy | Teilkosten |
| Bestandsbewertung in der Bilanz | Vollkosten (Handelsrecht) |
| Strategische Investitionsentscheidungen | Vollkosten |
Kosten- und Margenhebel sichtbar machen
SolvGuard kann Umsatz, Wareneinsatz, Fixkosten, Deckungsbeitrag und operative Ergebniswirkung anhand erfasster Werte strukturieren. Dadurch werden mögliche Preis-, Kosten- und Auslastungshebel greifbarer.
SolvGuard ansehen →