Nachfolgeplanung — der Generationenwechsel im Mittelstand
Eine geordnete Unternehmensnachfolge braucht 5–10 Jahre Vorlauf — und entscheidet oft darüber, ob das Lebenswerk weiterlebt oder zerfällt.
Die vier Wege der Nachfolge
- Familieninterne Nachfolge: Klassisch, oft mit emotionalem Gewicht. Steuerlich begünstigt, aber konfliktanfällig.
- Management-Buy-Out (MBO): Bestehendes Management übernimmt. Vertrauen ist da, Finanzierung oft die Hürde.
- Management-Buy-In (MBI): Externer Manager übernimmt. Frischer Blick, aber Übergangsphase kritisch.
- Verkauf an strategischen Investor oder Finanzinvestor: Höchster Preis, geringste Kontinuität.
Der Zeitplan — was wann passieren sollte
| Phase | Aktion |
|---|---|
| 10 Jahre vor Übergabe | Erste Gedanken, eigene Vorstellung klären |
| 5–7 Jahre vor | Nachfolger-Suche und Aufbau, Unternehmensbewertung |
| 3 Jahre vor | Operative Übergabe vorbereiten, Strukturen vereinfachen |
| 1 Jahr vor | Vertragsverhandlungen, Notar, Steuerberatung |
| Übergabe | Vollständiger Wechsel, mit definiertem Coaching-Übergang |
Was vor allem zählt
- Unternehmenswertrealistisch ermitteln — nicht der emotionale Wert zählt, sondern der Marktwert.
- Steuerliche Optimierung rechtzeitig prüfen — Steuerklassen, Schenkung, Erbschaft.
- Operative Fitness herstellen — überflüssige Strukturen abbauen, Prozesse dokumentieren.
- Versorgung des Übergebers sichern — Rente, Beteiligung, Beratervertrag.
- Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten — proaktiv und kontrolliert.
Annahmen und Szenarien prüfen
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