Monte-Carlo-Simulation im Unternehmen — wenn klassische Szenarien nicht reichen
Was ist eine Monte-Carlo-Simulation?
Statt drei Szenarien (Best, Realistic, Worst) zu definieren, definierst du für jeden Treiber eine Wahrscheinlichkeitsverteilung (z. B. „Umsatzwachstum normal verteilt zwischen 0 % und 15 %, Mittelwert 7 %"). Der Computer rechnet dann tausende von Durchläufen mit zufälligen Kombinationen — und liefert die Verteilung möglicher Ergebnisse.
Welche Aussagen werden möglich
- Wahrscheinlichkeit von Engpässen: „In 18 % der Szenarien rutscht die Liquidität unter die Reserve."
- Spannweite des Ergebnisses: „Mit 80 % Wahrscheinlichkeit liegt das EBITDA zwischen 1,2 und 2,8 Mio."
- Schwellenwerte: „Ab Umsatz-Wachstum < 4 % wird der Worst Case wahrscheinlich."
- Sensitivitäten: „Materialkostenschwankungen beeinflussen das Ergebnis 3× stärker als Personalkosten."
Wann sie sich lohnt
Monte-Carlo ist die Premium-Variante der Szenarioanalyse. Sinnvoll bei:
- Großen Investitionsentscheidungen.
- Komplexen Geschäftsmodellen mit vielen interagierenden Treibern.
- Risikoabwägungen, bei denen Wahrscheinlichkeiten wichtig sind.
- Investor-Pitches mit „belastbarer Bandbreite" als Argument.
Bei einfacheren Fragen ist die Drei-Szenarien-Analyse meist ausreichend und besser kommunizierbar.
Annahmen und Szenarien prüfen
SolvGuard unterstützt dabei, Base-, Best- und Worst-Case-Annahmen strukturiert zu vergleichen und ihre Wirkung auf Liquidität, Cashflow und operatives Ergebnis modellhaft zu prüfen. Es liefert keine Prognosegarantie, hilft aber, offene Annahmen, Risiken und nächste Prüfentscheidungen sichtbarer zu machen.
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