EBITDA-Marge — die meistzitierte Profitabilitäts-Kennzahl
Die EBITDA-Marge ist die meistgenannte Profitabilitäts-Kennzahl bei Bewertungen, M&A und Investor-Pitches — und gleichzeitig eine, die viele Unternehmer ohne klare Begründung interpretieren.
Definition
EBITDA-Marge = EBITDA / Umsatz × 100
Sie zeigt, wie viel von jedem Umsatz-Euro als operatives Ergebnis vor Abschreibungen und Finanzierung übrig bleibt.
Branchen-Benchmarks
- Handel / E-Commerce: 3–10 %
- Industrie: 10–20 %
- Software / SaaS: 20–40 %
- Beratung / Dienstleistungen: 10–25 %
- Gastronomie: 8–15 %
- Bau: 5–12 %
Warum sie in Bewertungen zentral ist
Unternehmensbewertungen erfolgen oft als „Multiple auf EBITDA": Kaufpreis = EBITDA × Faktor (typisch 4–10 je nach Branche und Wachstum). Eine EBITDA-Marge von 15 % statt 10 % erhöht nicht nur das EBITDA um 50 %, sondern oft auch den Multiplikator — der Effekt potenziert sich.
Konsequenz: Wer einen Verkauf in 3–5 Jahren plant, sollte heute schon konkret an der EBITDA-Marge arbeiten — kleine Punkte machen am Ende große Bewertungsunterschiede.
Kennzahlen verantwortungsvoll einordnen
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