Bottom-up vs. Top-down — welche Planungslogik wann?
Top-down: Vom Ziel nach unten
Geschäftsleitung definiert die Eckwerte (Umsatzziel, Ergebnisziel) — Bereiche müssen daraus ihre Pläne ableiten. Vorteil: Strategische Konsistenz, klare Marschrichtung. Nachteil: Bei zu ambitionierten Vorgaben werden Pläne politisch geschönt; Bereichswissen wird nicht voll genutzt.
Bottom-up: Von der Basis nach oben
Bereiche planen, was sie realistisch leisten können — Geschäftsleitung aggregiert. Vorteil: Realismus, Commitment der Bereiche, Detailwissen wird genutzt. Nachteil: Tendenz zu Sandbagging (Bereiche planen vorsichtig), strategische Sicht fehlt oft.
Gegenstromverfahren — der Hybrid
Pragmatische Lösung in vielen Unternehmen:
- Top-down: GF gibt strategischen Rahmen und Eckwerte vor.
- Bottom-up: Bereiche planen detailliert innerhalb des Rahmens.
- Abgleich: Aggregierte Bottom-up vs. Top-down-Vorgabe.
- Iteration: Wo passt es nicht? Welche Annahmen werden angepasst?
- Commitment: Finale Planung mit Buy-in beider Seiten.
Aufwand höher, Qualität deutlich besser.
Annahmen und Szenarien prüfen
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