Best-Case-Szenario — wie du Wachstumsoptionen sauber kalkulierst
Was ein guter Best Case ist
Ein Best Case modelliert die positive Variante der wichtigsten Treiber — aber innerhalb realistischer Grenzen. Beispiel: Wenn das durchschnittliche Marktwachstum 5 % ist, ist 8 % ein ehrgeiziger Best Case. 25 % ist Wunschdenken.
Maßstab: Jeder Best-Case-Wert sollte mit einer historischen Vorlage oder einer plausiblen Marktbegründung untermauert sein. „Weil wir es so wollen" ist keine Begründung.
Wofür der Best Case wirklich nützt
- Kapazitätsplanung: Wenn der Best Case eintritt, sind wir vorbereitet — oder verlieren wir Aufträge?
- Investitionsentscheidungen: Bei welchem Szenario amortisieren sich die geplanten Investments?
- Risikomanagement: Welche Risiken steigen mit dem Wachstum (Liquidität, Qualität, Kultur)?
Die Falle des Optimismus-Bias
Studien zeigen, dass Unternehmer ihre Prognosen systematisch um 20–30 % überschätzen. Diese „Selbstüberschätzungs-Korrektur" sollte mental einkalkuliert werden: Was du als Realistic Case planst, ist oft schon dein Best Case. Was du als Best Case planst, wird selten erreicht.
Annahmen und Szenarien prüfen
SolvGuard unterstützt dabei, Base-, Best- und Worst-Case-Annahmen strukturiert zu vergleichen und ihre Wirkung auf Liquidität, Cashflow und operatives Ergebnis modellhaft zu prüfen. Es liefert keine Prognosegarantie, hilft aber, offene Annahmen, Risiken und nächste Prüfentscheidungen sichtbarer zu machen.
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